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Warum du dich in Österreich arm sparst

NEOS TEAM
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Schon mal den automatischen Abbucher "Kapitalertragsteuer" auf deinem Konto gesehen? Sehr wahrscheinlich ja. Unabhängig davon ob du dich schon näher damit beschäftigt hast oder nicht: Diese Steuer ist mitverantwortlich dafür, dass dein Erspartes am Sparbuch oder Sparkonto weniger wert wird. Wir NEOS fordern: Bis zu einem gewissen Betrag soll dein Erspartes in Ruhe gelassen werden. Aber fangen wir von vorne an. 

Marie und ihre Gulden: Als das Sparbuch noch Sinn gemacht hat

Das erste, jemals in Zentraleuropa ausgegebene Sparbuch ging an die 15-jährige Marie in Österreich. Im Jahr 1819 wurde es an "würdige Kinder der unteren Klassen zwischen 12 und 15 Jahren" ausgeteilt. Marie war die erste von 100 Kindern und erhielt ein gestiftetes Guthaben von 10 Gulden, was heute der Kaufkraft von 237 Euro entspricht. Marie durfte bis zu ihrem 20. Geburtstag nichts vom Sparbuch abheben, doch auch an ihrem 20. Geburtstag lies sie das Geld auf dem Sparbuch unangetastet. Die Jahre vergingen, es wurde nie ein weiterer Betrag auf dieses Sparbuch eingezahlt. Das Geld hat sozusagen "selbst gearbeitet" und die Zinsen wurden für das Ersparte nachgetragen. 1848, also 29 Jahre nach Erhalt des Sparbuchs, ließ sich Marie das Guthaben auszahlen. Die ursprünglich 10 Gulden sind, durch die durchschnittlichen 4 Prozent Zinsen, im Laufe der Jahre auf 30 Gulden angewachsen. Aus umgerechnet 237 Euro wurden durch das bloße "liegen lassen" 686 Euro (heutige Kaufkraft).

Marie und ihre Euro: Heute sparst du dich arm 

Wie sieht das Sparen denn heute aus? Marie hat 2010 von ihren Eltern ein Sparbuch mit 10.000 Euro erhalten. Mit diesem Geld würde sich Marie gerne etwas aufbauen. Das ist nur leider nicht mehr möglich. Es gibt keinen Vorteil zu sparen. Die hohe Inflation, der Niedrig- bzw. Nullzins (also du hast für Erspartes in den letzten Jahren kaum noch Zinsen erhalten) und staatliche Steuern wie die Kapitalertragssteuer entwerten das Geld Jahr für Jahr. Hier ein Beispiel, das es hoffentlich etwas greifbarer macht: 2010 hätte sich Marie mit ihrem Sparbuch beispielsweise noch einen VW Polo um 6.908 Euro leisten können, dabei wäre ihr sogar noch etwas über geblieben. Marie hat allerdings, wie ihre Namensvetterin 175 Jahre vor ihr, das Geld über mehrere Jahre nicht angerührt und nichts weiter eingezahlt. Nicht nur, dass die Summe kaum merkbar angewachsen ist, ihr Erspartes wurde darüber hinaus weniger wert. Mit 10.000 Euro kann sich Marie heute (13 Jahre später) nicht mehr ansatzweise den selben VW Polo leisten. Dieser kostet aktuell rund 25.000 Euro. Du sparst dich arm, mit deinem Sparkonto und deinem Sparbuch! Schluss damit! 

NEOS Lösung: Kapitalerstragssteuer entschärfen 

Wir wollen die Kapitalertragssteuer auf die ersten 1.000 Euro Ertrag auf Sparbücher und -Konten streichen. Das betrifft 18 Millionen Sparkonten und Sparbücher in Österreich mit einer durchschnittlichen Einlage von 10.000 Euro. Ein ähnliches Modell gibt es mit dem Steuerfreibetrag für Kapitalerträge etwa auch in Deutschland. Für Marie und ihre 10.000 Euro bedeutet das, dass diese selbst mit einem, für diese Tage aktuell hohen Zinssatz von 2 Prozent jedenfalls KESt-frei ausgeht. Ihr wird weniger weggenommen, weswegen ihr mehr Geld von ihrem Ersparten über bleibt. Wir NEOS sind der Meinung, dass der Staat hier ansetzen muss um die vielen Sparerinnen und Sparer zu entlasten und einen Sparanreiz zu setzen. 

Gleichzeitig fordern wir eine Befreiung der Wertpapier-KESt auf Kursgewinne, wenn eine Behaltedauer von mindestens einem Jahr eingehalten wurde. Spekulant:innen, die es auf kurzfristige Gewinne abgesehen haben, bleiben damit weiterhin besteuert. Menschen, die sich etwas aufbauen, vorsorgen oder vor Kaufkraftverlust schützen wollen, werden entlastet. Immerhin besitzen 1,9 Millionen Österreicherinnen und Österreicher – also rund ein Viertel aller Erwachsenen – Wertpapiere, so eine aktuelle Umfrage. 

Direkte Entlastung ohne Inflation anzuheizen 

Die Menschen entlasten, ohne die Inflation weiter anzuheizen. Darum muss es jetzt in dieser massiven Teuerung gehen. Es muss in Österreich ein neues Aufstiegsversprechen geben. Jede und jeder soll sich aus eigener Kraft etwas aufbauen können.

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