Flexible

Arbeitszeiten

Mach dir die Arbeitswelt, wie sie dir gefällt!

Für mehr Freiheit und Selbstbestimmung statt starren Arbeits-Modellen!

Die Corona-Krise hat wie durch ein Brennglas gezeigt, wie schnell sich Organisationen an neue Bedürfnisse anpassen. Arbeiten ist heute somit bereits auf die verschiedenste Arten möglich - egal, ob digital in den eigenen vier Wänden, aus dem Ausland oder aus dem Zug oder Auto. Dennoch bleibt es für viele noch immer schwierig, sich ihr Arbeitsumfeld nach den eigenen Bedürfnissen zu gestalten. Schuld daran sind die Regelungen in der heimischen Arbeitswelt: starr, unflexibel und aus einer Zeit, als noch Daten auf Disketten gespeichert und Arbeitsverträge auf Lebenszeit geschlossen wurden. Wir NEOS treten für eine Arbeitswelt der Selbstbestimmung und neuen Freiheit ein, wo auf Arbeitnehmer_innen und Unternehmen gleichermaßen Rücksicht genommen wird. Und wo sich jede und jeder ein Umfeld schaffen kann, das zum eigenen Lebens- und Arbeitsstil passt.

Die Corona-Krise hat viele Baustellen in der Arbeitswelt offengelegt

Dass unser Arbeitsrecht komplett überholt ist, ist zuletzt bei der steigenden Stundenzahl im Home-Office besonders deutlich geworden: Es hat uns gezeigt, dass Arbeitsleistung weniger denn je in abgesessenen Stunden in einem Büro gemessen oder definiert werden kann, sondern dynamischer zu beurteilen ist. Anstelle starrer gesetzlicher Regelungen sollte sich jeder Arbeitgeber_in und Arbeitnehmer_in selbst ausmachen dürfen, wie und wo sie miteinander arbeiten. Mitarbeiter_innen und Unternehmer_innen wissen häufig selbst am besten, welche Rahmenbedingungen sie brauchen, um optimal und zur Zufriedenheit aller arbeiten zu können. 

Für echte Reformen in der Arbeitswelt steht für uns die Themen Flexibilisierung und Individualisierung deshalb an erster Stelle. Dafür braucht es:

Anpassungsfähige, vertragliche Arbeitsbedingungen

Durch eine Stärkung von Betriebsvereinbarungen gelingt es, maßgeschneiderte Lösungen zu schaffen, die auch wirklich den Bedürfnissen aller entsprechen. Kollektivverträge sollen dafür einen Rahmen vorgeben - aber nicht zum Hemmschuh von positiver Weiterentwicklung werden.

Flexible Ladenöffnungszeiten

Während der Corona-Krise hatten kleine Büchergeschäfte monatelang zu, während bei Amazon & Co nur so die Kassen klingelten. Der Staat sollte Unternehmern nicht vorschreiben dürfen, wann sie ihre Geschäfte aufsperren dürfen und wann nicht.

Neue Arbeitszeitmodelle

Eine langjährige NEOS-Forderung, die 2018 endlich umgesetzt wurde, ist der 12-Stunden-Tag. Leider haben die Regierenden damals auf Eines vergessen: nämlich zusätzlich auch für flexiblere Kinderbetreuungsangebote sowie für einen Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz ab dem ersten Geburtstag und individuelle Ansprüche auf Karenz zu sorgen. Nur so können wir eine gleichwertigere Verteilung von Betreuungs- und Sorgearbeit zwischen erwerbstätigen Eltern ermöglichen.

Warum die 4-Tage-Woche nicht der Weisheit letzter Schluss ist

Wenn es um moderne Lösungen am Arbeitsmarkt geht, wird gerne auf das viel diskutierte Konzept der vier Tage Woche verwiesen. Anstatt offen zu kommunizieren, welche negativen Auswirkungen diese auf Unternehmen und Arbeitende hätte, versprechen linke Gruppierungen wie die SPÖ gerne das Blaue vom Himmel. Doch der Vorschlag hinkt: Weniger Arbeit bei gleichzeitig vollem Lohnausgleich bringt weder der Wirtschaft, noch den Jobsuchenden etwas. Was die SPÖ noch dazu oft ausgespart: Eine 4 Tage Woche bei 40 Stunden ist bereits heute möglich. Bereits jetzt können die Arbeitnehmer mit ihren Arbeitgebern die Verteilung der Arbeitszeit vereinbaren. Vier Tage-Wochen können in Form einer 80% Teilzeit genauso erbracht werden wie durch die Verteilung der 38,5 Wochenstunden auf vier Arbeitstage.

Die Einführung einer vier Tage Woche sehen wir daher aus vielerlei Hinsicht kritisch:

Arbeitsplätze werden gefährdet

Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern hat Österreich schon eine sehr hohe Belastung des Faktors Arbeit. Eine Arbeitszeitreduktion bei vollem Lohnausgleich führt daher zu einer weiteren Belastung, was den Wirtschaftsstandort extrem schädigen und in vielen Branchen Arbeitsplätze kosten würde.

Fachkräftemangel droht

Wir haben in Österreich einen markanten Fachkräftemangel, was sich durch die Arbeitszeitreduktion bei vollem Lohnausgleich noch verstärken würde. 35 % der Betriebe leiden unter sehr starkem Fachkräftemangel. Dieser Fachkräftemangel würde sich verschlimmern.

Dem Wirtschaftsstandort wird geschadet

Wir müssen die durch Corona gestörten Produktionsketten wieder ins Laufen bringen, damit die Wirtschaft wieder angekurbelt wird und neue Jobs entstehen. Dafür braucht es jedoch mehr unternehmerische Freiheit und weniger Bürokratie. Eine staatlich verordnete Verkürzung der Arbeitszeit hätte genau den gegenteiligen Effekt.

Gerald Loacker

Sprecher für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Wirtschaft

 

„Eine Reduktion der Arbeitszeit von 40 auf 35 bzw. 30 Stunden bei vollem Lohnausgleich würde bedeuten, dass jede Dienstleistung um 1/8 bzw. um 1/4 teurer wird."

Ein Beispiel

Nehmen wir an, dass eine Thermenwartung rund 144 € im Schnitt kostet und der Installateur für 40 Stunden angestellt ist.

  • Bei einer 40h-Woche - 144 €
  • Bei 35 h - 162 € (1,125)
  • Bei 30 h - 180 € (1,25)


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