Zum Inhalt springen

WWF-Bodenreport bestätigt: Kein Bundesland schützt Böden ausreichend – Zielpfad muss jetzt kommen

Michael Bernhard: „Die Vorschläge liegen auf dem Tisch, das Ziel steht fest. Jetzt geht es darum, den Weg dorthin endlich verbindlich festzulegen."

Michael Bernhard

© Nicole Heiling

Der heute veröffentlichte WWF-Bodenreport 2026 zeigt deutlichen Handlungsbedarf: Kein Bundesland schützt seine Böden ausreichend, österreichweit werden immer noch jeden Tag rund 6,5 Hektar Boden verbraucht – also deutlich mehr als das politische Ziel von 2,5 Hektar. Außerdem verfügt bislang kein einziges Bundesland über ein verbindliches, in Zahlen festgelegtes Ziel zur Senkung des Bodenverbrauchs.

NEOS-Klima- und Umweltsprecher Michael Bernhard: „Der WWF-Report bestätigt, warum wir so dringend beim Bodenschutz Meter machen müssen. Das Ziel steht im Regierungsprogramm, die Vorschläge liegen auf dem Tisch. Jetzt muss Minister Totschnig in die Gänge kommen und endlich einen verbindlichen Plan mit klaren Zuständigkeiten sowie einem konkreten Weg zum 2,5-Hektar-Ziel vorlegen."

Wichtig ist vor allem, nicht ständig neues Grünland in Anspruch zu nehmen. Bernhard: „Wir wollen, dass Österreich weiter baut – aber zuerst dort, wo bereits Flächen vorhanden sind. Wer Ortskerne stärkt und beispielsweise Leerstände nutzt, soll dafür auch belohnt werden. Deshalb setzen wir uns auch für einen Bodensparbonus im Finanzausgleich ein.“

Zudem brauche es auch endlich klare Zuständigkeiten, wiederholt Bernhard eine langjährige NEOS-Forderung: „Bodenschutz funktioniert nur, wenn Bund, Länder und Gemeinden gemeinsam Verantwortung übernehmen. Der Bund soll mit dem Zielpfad die Richtung vorgeben, die Länder sollen Widmungen verbindlich steuern und die Gemeinden Ortskerne, Leerstände und bereits bebaute Flächen besser nutzen können. Die aktuelle Dürre muss doch allen zeigen, wie verhängnisvoll das ewige Zubetonieren ist - und dass wir dringend damit aufhören müssen.“

Weitere interessante Artikel

Melde dich für unseren Newsletter an!