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Vollzeitarbeit darf nicht an fehlender Kinder­betreuung scheitern

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss verbessert werden, damit insbesondere Frauen echte Wahlfreiheit zwischen Teilzeit und Vollzeit haben.

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Finanzielle Anreize allein reichen nicht aus, um Menschen in eine Vollzeitbeschäftigung zu bringen. Wer mehr arbeiten möchte, braucht auch die tatsächliche Möglichkeit dazu. Und dieser Punkt betrifft besonders Frauen. Gerade für diese entscheidet sich in den ersten Jahren nach der Geburt eines Kindes, ob sie rasch wieder in den Beruf zurückkehren können oder dauerhaft in Teilzeit bleiben.

Der österreichweite Gratiskindergarten ab 4 Jahren und der generelle Ausbau der Elementarbildung, den wir NEOS im Doppelbudget durchsetzen konnten, sind nicht nur Bildungsmaßnahmen, sondern auch arbeitsmarktpolitisch enorm wichtig. Viel zu oft ist die Entscheidung, ob man Vollzeit oder Teilzeit arbeitet, nämlich keine freie Entscheidung, sondern eine Frage der grundsätzlichen Möglichkeit. Der Ausbau der Elementarbildung ist also essenziell, damit Eltern eine echte Wahlfreiheit im Berufsleben haben.

Mit der Neugestaltung des Familienbonus setzen wir nun auch einen Anreiz, Erwerbsarbeit zwischen Eltern gerechter zu verteilen. Künftig wird der Familienbonus grundsätzlich auf beide Elternteile aufgeteilt. Damit wird klarer sichtbar: Erwerbstätigkeit und finanzielle Verantwortung sind keine Aufgaben, die dauerhaft bei nur einer Person liegen sollen.

Unser Ziel ist, dass Teilzeit eine freie Entscheidung sein kann und nicht länger die einzige realistische Möglichkeit, weil Betreuung fehlt oder sich das Aufstocken finanziell zu wenig oder gar nicht auszahlt.
Johannes Gasser

NEOS-Sozialsprecher

Unsere arbeitsmarktpolitische Linie ist klar: Wir schaffen Anreize, damit sich Mehrarbeit auszahlt. Damit Menschen, die mehr arbeiten auch mehr davon haben. Und wir verbessern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, damit insbesondere Frauen echte Wahlfreiheit und finanzielle Unabhängigkeit haben.

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