NEUSTART ÖSTERREICH 

Freiheitsindex 2021: Warum Österreich politische Erneuerung braucht

16. Februar 2022
NEOS TEAM

2021 hat der Freiheitsindex vom NEOS Lab untersucht, wie es in Österreich um die Freiheit nach zwei Jahren Pandemie steht. Die Ergebnisse sind beunruhigend: Die psychische Belastung erreicht die Mitte der Gesellschaft und ein Großteil der Befragten glaubt nicht mehr, sich mit eigener Leistung Eigentum aufbauen zu können. Gleichzeitig hat die Regierung das Vertrauen der Menschen in die Politik an die Wand gefahren - und tut das weiter. Was die Ergebnisse im Detail zeigen und warum Österreich dringend eine echte politische Erneuerung braucht, haben wir für dich zusammengefasst.

Mitte der Gesellschaft psychisch stark belastet

Hat es zu Beginn der Pandemie noch geheißen, dass die Corona-Krise zwar alle betrifft, aber nicht alle gleich, zeigt der „Freiheitsindex 2021“ ein anderes Bild. Auch in der Mitte der Gesellschaft haben die Belastungen der psychischen Gesundheit durch die Pandemie stark zugenommen. Während 2020 noch 28% des mittleren ökonomischen Drittels von einer Verschlechterung der psychischen Gesundheit berichteten, sagen dies 2021 bereits 42%. Auch im unteren ökonomischen Drittel hat sich die psychische Gesundheit verschlechtert (von 53% im Jahr 2020 auf 63% 2021).

Insbesondere in der Mittelschicht hat sich die psychische Gesundheit verschlechtert.

Junge Generation wirtschaftlich stark betroffen

Zwei Drittel der Befragten halten es nicht mehr für möglich, sich durch Leistung Eigentum aufzubauen. Generell wird deutlich, dass sich nicht nur die psychische Gesundheit, sondern auch die finanzielle Situation vieler Österreicher_innen nach zwei Jahren Pandemie verschlechtert hat. Das betrifft überdurchschnittlich stark die junge Generation. 6 von 10 Personen sind überzeugt, dass die Corona-Krise die Jungen wirtschaftlich stärker trifft als die Älteren. Gleichzeitig sind Maßnahmen für eine generationengerechte Aufteilung der Pandemiekosten immer noch umstritten.

Vertrauensverlust und politisches Ohnmachtsgefühl

Durch das Zusammenspiel aus schlechterer psychischer Gesundheit und schlechterer finanzieller Situation leidet auch das Freiheitsgefühl. Jeder vierte Mensch in Österreich fühlt sich inzwischen (eher) unfrei. Jeder Fünfte ist der Ansicht, die Demokratie in Österreich sei unfrei. Knapp die Hälfte der Bevölkerung (46%) stimmt der Aussage zu, dass die Politik sie oft als Menschen zweiter Klasse behandelt. In diesem Zusammenhang wird deutlich: Mit abnehmenden ökonomischen Ressourcen sinkt das Freiheitsgefühl, während das politische Ohnmachtsgefühl steigt. Das ist zwar keine neue Entwicklung, hat sich durch die Pandemie aber erheblich verschärft. 

Freiheitsgefühl auf dem Tiefpunkt

Was es für einen Neustart aus der Krise braucht

Die Ergebnisse des Freiheitsindex 2021 zeigen klar das Scheitern der österreichischen Pandemiepolitik. Der massive Vertrauensverlust und die verbreiteten Ohnmachtsgefühle sind das Ergebnis von fehlendem politischem Leadership und einer desaströsen Krisen-Kommunikation. Wir NEOS sehen im Freiheitsindex einen klaren politischen Auftrag. Es ist höchste Zeit, politisch gegenzusteuern! Denn Existenzsorgen und politische Ohnmachtsgefühle sind Gift für die Freiheit!

Für einen Neustart aus der Krise müssen wir dringend Möglichkeiten zum Vermögensaufbau schaffen, das Gesundheitssystem gerade auch für die psychische Gesundheit stärken und durch Transparenz- und Antikorruptionsgesetze das Vertrauen der Bürger_innen in die Demokratie zurückgewinnen. Außerdem müssen wir das Thema Generationenfairness endlich auf die politische Agenda bringen. Denn während das Corona-Virus vor allem für ältere Menschen ein gesundheitliches Risiko darstellte, spüren jetzt vor allem junge Menschen die sozialen, finanziellen und psychischen Folgen der Pandemie. Damit das Freiheitsgefühl in Österreich wieder steigt, müssen wir die Pandemiefolgen für alle Gesellschaftsschichten abfedern und den Menschen wieder eine Perspektive geben.

Beate Meinl-Reisinger zum Freiheitsindex 2021

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