Zum Inhalt springen
Bitte geben Sie einen Suchbegriff ein.

Bildungserfolge in den Volksschulen – jetzt Chancen gerecht verteilen

Immer mehr Volksschulkinder erreichen die Bildungsstandards – gleichzeitig zeigen die Daten, wo noch Handlungsbedarf besteht. Wir NEOS kämpfen für gleiche Bildungschancen für alle Kinder.

Bildungserfolge Volksschule.jpg

© ORF ON (Screenshot)

Österreichs Volksschüler:innen machen Fortschritte. Immer mehr Kinder erreichen die grundlegenden Bildungsstandards – besonders in Mathematik. 84 Prozent der Schüler:innen übertreffen oder erreichen hier die Bildungsstandards. Auch in Deutsch zeigen sich stabile oder leicht verbesserte Ergebnisse: Beim Lesen erreichen 59 Prozent der Kinder die Standards, beim Zuhören 65 Prozent, in der Textproduktion 43 Prozent.

Das ist ein ermutigendes Signal für unser Bildungssystem. Diese Entwicklungen zeigen, dass gezielte Maßnahmen wirken können – aber gleichzeitig bleibt noch einiges zu tun.

Daten als Grundlage für bessere Bildungspolitik

Grundlage für diese Erkenntnisse ist die iKMPLUS, eine österreichweite Kompetenzmessung in Deutsch und Mathematik in der 3. und 4. Volksschulstufe. Sie wird jährlich durchgeführt und liefert Schulen unmittelbar nach der Erhebung Rückmeldungen zu den Kompetenzen ihrer Schüler:innen. Damit ermöglicht sie eine frühe, diagnosebasierte Förderung und unterstützt eine moderne, datenbasierte Schul- und Unterrichtsentwicklung.

Für uns NEOS ist der aktuelle Bundesergebnisbericht daher ein wichtiger Fortschritt. Denn gute Bildungspolitik braucht eine solide Datengrundlage. Nur wenn wir genau wissen, wo Stärken und Schwächen liegen, können wir gezielt Verbesserungen anstoßen.

Bildungsniveau darf nicht vom Elternhaus abhängen

Der Bericht zeigt aber auch eine zentrale Herausforderung: Bildungsgrad und Einkommen der Eltern haben weiterhin großen Einfluss auf den Bildungserfolg von Kindern.

An Schulen mit hoher sozioökonomischer Ausgangslage erreichen oder übertreffen 91 Prozent der Kinder die Bildungsstandards in Mathematik und 70 Prozent im Lesen. An Schulen mit der niedrigsten Ausgangslage sind es hingegen nur 61 Prozent beziehungsweise 26 Prozent.

Gleichzeitig gibt es auch Schulen, die trotz schwieriger Rahmenbedingungen hervorragende Ergebnisse erzielen. Diese Beispiele zeigen, dass gute Bildung auch unter herausfordernden Bedingungen möglich ist – wenn die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden.

Der große Unterschied der Leistung je nach Hintergrund der Eltern ist besorgniserregend. Das ist ein Handlungsauftrag, für Chancengerechtigkeit zu sorgen, damit alle Schülerinnen und Schüler unabhängig von ihrer Herkunft gute Bildungschancen erhalten.
Christoph Wiederkehr

Bundesminister für Bildung

Gezielte Unterstützung für Schulen, die sie am meisten brauchen

Die neuen Daten bestätigen: Österreich ist international Vorreiter, wenn es um Datenqualität und evidenzbasierte Schulentwicklung geht. Entscheidend ist jetzt, die vorliegenden Daten verantwortungsvoll zu nutzen und daraus konkrete Maßnahmen abzuleiten.

Unser Ziel ist klar: Alle Schüler:innen sollen bis zum Ende der Pflichtschulzeit die grundlegenden Kompetenzen in Deutsch und Mathematik sicher beherrschen.

Mit verstärkter Deutschförderung, mehr Autonomie für die Schulen und dem Chancenbonus setzen wir gezielt dort an, wo Unterstützung am dringendsten benötigt wird. Zusätzliche Ressourcen sollen Schulen helfen, soziale Ungleichheiten zu beseitigen und allen Kindern gute und faire Bildungschancen zu ermöglichen.

Weitere interessante Artikel

2026-02-24 Doorstep Christoph Wiederkehr.png
24.02.2026Bildung

Demokratie­bildung als präventive Maßnahme gegen extremistische Ideologien

Mehr dazu

Melde dich für unseren Newsletter an!