Budgetkonsolidierung bringt Österreich zurück auf Kurs
Kluge Sanierung statt neuer Schulden: 2025 haben wir Ausgaben gebremst, Förderungen reformiert und das Defizit deutlich reduziert. Die Bundesregierung zeigt, dass Konsolidierung funktioniert.

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2025 ist gelungen, was viele bezweifelt haben: Die Bundesregierung hat die eingeleitete Budgetkonsolidierung erfolgreich auf den Boden gebracht. Nach Jahren massiver Ausgabensteigerungen unter der Vorgängerregierung wurde diese Dynamik deutlich gedämpft.
Für uns NEOS ist klar: Wer nachhaltig wirtschaften will, muss auf der Ausgabenseite ansetzen – und genau das ist gelungen.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache:
- Nettofinanzierungssaldo 2025: -14,4 Mrd. Euro
- Verbesserung gegenüber 2024: +4,7 Mrd. Euro
- Gesamtausgaben 2025: 121,5 Mrd. Euro
- Ausgabenanstieg 2025: +0,6 %
Zum Vergleich: 2024 stiegen die Ausgaben gegenüber 2023 noch um 10,5 Prozent. Das ist verantwortungsvolle Politik – und ein klarer Beweis, dass ausgabenseitige Konsolidierung funktioniert.
Reformen zeigen Wirkung
Erste Reformschritte zeigen bereits messbare Effekte. Auslaufende Krisenmaßnahmen wurden bewusst nicht verlängert. Die Energiekrisenhilfen sanken um 2,9 Milliarden Euro.
Auch bei den Förderungen wurde konsequent reformiert: 2025 lagen sie mit 10,5 Milliarden Euro um 16,5 Prozent unter dem Vorjahr – sogar unter dem Budgetansatz. Das ist ein erster wichtiger Schritt hin zu einem effizienteren Fördersystem.
Die Reform der Bildungskarenz reduzierte die Auszahlungen deutlich gegenüber 2024: Damals kostete sie noch 440,2 Millionen Euro, 2025 waren es 376,9 Millionen Euro.
Auch die Abschaffung des Klimabonus zeigt Wirkung: Von 1,9 Milliarden Euro im Jahr 2024 sanken die Auszahlungen 2025 auf lediglich 88 Millionen Euro (Restzahlungen aus 2024).
Der Staat spart bei sich selbst
Wichtig ist: Der Bund spart auch im eigenen System. Die Ausgaben für Bundespersonal stiegen 2025 um 4,1 Prozent – deutlich weniger als 2024 mit 9,8 Prozent. Der betriebliche Sachaufwand ist real sogar gesunken, mit lediglich +0,5 Prozent trotz hoher Inflation. Das ist echte Ausgabendisziplin und ein klares Signal: Der Staat kann effizienter werden.
Konsolidierung trotz Gegenwind
Besonders bemerkenswert ist, dass diese Konsolidierung trotz schwacher Konjunktur und demographischem Wandel gelungen ist.
Allein in den Bereichen Arbeitslosigkeit und Pensionen stiegen die Ausgaben um 3,4 Mrd. Euro. Hier braucht es weitere strukturelle Reformen.
Entscheidend ist: Die ausgewogene und umsichtige Konsolidierung hat die Konjunktur nicht abgewürgt. Ende 2025 erholte sich die Wirtschaft und beendete die zweijährige Rezession. Das beweist, dass Budgetdisziplin und wirtschaftliche Erholung kein Widerspruch sind.
Jetzt sind Länder und Gemeinden am Zug
Der Bund hat 2025 gezeigt, dass Budgetsanierung und eine Trendwende möglich sind. Doch die Konsolidierung ist eine gesamtstaatliche Aufgabe. Ab 2026 sind vor allem auch Konsolidierungsbeiträge von Ländern und Gemeinden zu bringen.



