Wir bringen Österreichs Schulen ins KI-Zeitalter
Die neue KI-Strategie des Bildungsministeriums gibt Schulen Orientierung und praktische Unterstützung. So können sie die Chancen der Technologie nutzen und Kinder gezielt auf die Zukunft vorbereiten.

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Künstliche Intelligenz verändert, wie Kinder lernen und Lehrpersonen unterrichten. Statt dieser Entwicklung hinterherzulaufen, wollen wir sie aktiv gestalten. Mit einer neuen KI-Strategie schaffen wir klare Regeln und konkrete Unterstützung für Schulen. Unser Ziel: ein modernes Bildungssystem, das technologische Chancen nutzt, Lehrpersonen entlastet und jedes Kind bestmöglich fördert.
KI für bessere Bildung nutzen
Neun von zehn Jugendlichen nutzen laut Safer Internet bereits KI-Chatbots. Auch Lehrpersonen setzen zunehmend auf KI – etwa zur Unterrichtsvorbereitung, für individuelle Lernangebote oder administrative Aufgaben. Die Technologie ist längst im Schulalltag angekommen. Jetzt braucht es einen klaren politischen Rahmen, der Orientierung gibt und Innovation ermöglicht.
Mit unserer KI-Strategie wollen wir die Potenziale künstlicher Intelligenz nutzen, um die Unterrichtsqualität zu verbessern, individuelle Förderung zu stärken und Lehrpersonen von Routineaufgaben zu entlasten. KI kann Lernmaterialien an unterschiedliche Bedürfnisse anpassen, Rückmeldungen erleichtern und Verwaltungsabläufe vereinfachen. So bleibt mehr Zeit für das Wesentliche: die Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern. Die pädagogische Verantwortung und die persönliche Beziehung zwischen Lehrpersonen und Kindern kann und soll KI aber niemals ersetzen.
Mit unserer KI-Strategie geben wir den Schulen Orientierung und Sicherheit, damit wir die Chancen dieser Technologie verantwortungsvoll nutzen können – für eine bessere individuelle Förderung der Kinder und Jugendlichen, für die Entlastung unserer Lehrpersonen und für neue Möglichkeiten des Lernens.Christoph Wiederkehr
Bundesminister für Bildung
Kritisches Denken bleibt unverzichtbar
Lesen, Schreiben, Rechnen, Argumentieren und Problemlösen bleiben das Fundament jeder guten Bildung. Kinder müssen diese Grundkompetenzen selbst erwerben, bevor sie Aufgaben an KI-Systeme auslagern können. Gleichzeitig braucht es neue Fähigkeiten: Mit der sogenannten „AI Literacy“ sollen Schülerinnen und Schüler verstehen, wie KI funktioniert, wo ihre Grenzen liegen und wie sie Ergebnisse kritisch überprüfen können. Dazu gehört auch ein transparenter Umgang mit dem Einsatz von KI bei eigenen Arbeiten.
Auch Lehrpersonen brauchen entsprechende Kompetenzen. Die Pädagogischen Hochschulen unterstützen sie deshalb mit Fort- und Weiterbildungsangeboten. Denn die digitale Transformation gelingt nur, wenn jene gestärkt werden, die sie im Schulalltag umsetzen.
Innovation braucht klare Spielregeln
Der Einsatz von KI muss verantwortungsvoll und rechtlich abgesichert erfolgen. Die Strategie orientiert sich am EU AI Act, an der Datenschutz-Grundverordnung und am Urheberrecht. Gleichzeitig müssen wir Risiken wie fehlerhafte oder verzerrte Ergebnisse, eine zunehmende Abhängigkeit von technischen Hilfsmitteln und den Verlust eigenständiger Lernprozesse ernst nehmen. Auch unterschiedliche Zugänge zu digitalen Technologien dürfen bestehende Bildungsunterschiede nicht weiter verstärken.
Unser Anspruch ist daher nicht, KI möglichst unkritisch in die Schulen zu bringen. Wir wollen Innovation ermöglichen, ohne pädagogische Qualität, Chancengerechtigkeit und Datenschutz aufs Spiel zu setzen.
Von der Strategie in die Klassenzimmer
Die Strategie umfasst drei Bereiche: Kompetenzen, Lehr- und Lernprozesse sowie Verwaltungsabläufe. Neun Perspektiven bilden den Rahmen für die Weiterentwicklung – vom Aufbau von KI-Kompetenzen über individualisiertes Lernen bis hin zu effizienteren Verwaltungsprozessen und sicheren, nachhaltigen Systemen.
Dabei verstehen wir die Strategie nicht als starres Regelwerk. Sie soll gemeinsam mit der Schulpraxis weiterentwickelt und regelmäßig evaluiert werden. Ein KI-Beirat mit nationalen und internationalen Expertinnen und Experten begleitet den Prozess.
Das Bildungsministerium schafft die Rahmenbedingungen, Bildungsdirektionen und Pädagogische Hochschulen begleiten die Schulen. Die konkrete Umsetzung erfolgt vor Ort gemeinsam mit Lehrpersonen, Schülerinnen und Schülern sowie Eltern.
Für uns NEOS ist klar: Österreichs Schulen müssen mit der gesellschaftlichen und technologischen Entwicklung Schritt halten. Wir wollen unser Bildungssystem laufend modernisieren, neue Möglichkeiten für individuelles Lernen schaffen und Lehrpersonen den Rücken freihalten. KI soll dabei ein Werkzeug für bessere Bildung und mehr Chancen für jedes Kind sein.



