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Klare Regeln und eine österreichweite Strategie für Rechenzentren

In Österreich gibt es derzeit rund 50 Rechenzentren – und der Bedarf wird in Zukunft rasant steigen. Dafür braucht es entsprechende Rahmenbedingungen für Investitionen.

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© NEOS/KI

Rechenzentren sind Teil der digitalen Infrastruktur eines Landes und damit auch eine Standortfrage. Mit eigenen Kapazitäten in Österreich kann man Innovationen fördern und die Wettbewerbsfähigkeit stärken. Außerdem verringert man die Abhängigkeit von internationalen Strukturen und stärkt die Kontrolle über sensible Daten.

Der Ausbau der notwendigen Infrastruktur hinkt aber hinterher, obwohl es unzählige Anfragen heimischer Unternehmen gibt. Bis 2030 könnten sich die Kapazitäten verfünffachen – und dafür braucht es entsprechende Rahmenbedingungen für Gemeinden, Unternehmen und Investoren. Gerade beim Ausbau gibt es deutlichen Aufholbedarf. Immerhin ist der Rechenzentrumsmarkt in den vergangenen Jahren deutlich langsamer gewachsen als in anderen Ländern, obwohl die Nachfrage nach Rechenleistung steigt. Das Problem: Neue Standorte entstehen nicht schnell genug.

Wichtig ist, dass wir den Anschluss nicht verpassen und am Schluss diejenigen sind, die darauf hoffen, dass irgendwo noch Kapazitäten für uns frei sind oder wir sogar mit leeren Händen dastehen.
Ines Holzegger

NEOS-Digitalisierungssprecherin

Schnelle Verfahren, klare Regeln und nicht auf grünen Wiesen

Klare Vorgaben braucht es auch bei der Standortwahl. Bevor neue Flächen versiegelt werden, sollten bereits genutzte oder brachliegende Industrieflächen – also sogenanntes Braunland – bevorzugt werden. Zusätzlich muss auch der Energieverbrauch mitgedacht werden. Das betrifft etwa moderne Technologien zur Energieeffizienz und die Nutzung der Abwärme für Fernwärme.

Ungenutztes Potential bei Google-Rechenzentrum

Welche Bedeutung zusätzliche Rechenkapazitäten für den Standort haben, zeigt auch das Google-Rechenzentrum in Kronstorf. „Oberösterreich verfügt über zahlreiche Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Studienangebote im Bereich Künstliche Intelligenz und digitale Transformation. Zusätzliche Rechenkapazitäten sind für die weitere Entwicklung unseres Industrie-, Forschungs- und Hochschulstandorts von großer Bedeutung“, betont NEOS-Oberösterreich-Landessprecher Felix Eypeltauer.

Gleichzeitig zeigt das Projekt, warum es eine bundesweit einheitliche Strategie für Rechenzentren braucht. Eypeltauer sieht dabei insbesondere den zuständigen Standort-Landesrat Markus Achleitner in der Verantwortung: „Es reicht nicht, sich damit zu brüsten, dass Google in Oberösterreich investiert. Die politische Aufgabe wäre gewesen, von Anfang an für mehr Transparenz zu sorgen und Google stärker als Partner für unseren Standort zu gewinnen – etwa beim Ausbau erneuerbarer Energie, bei Kooperationen mit unseren Betrieben und Hochschulen sowie bei der Nutzung der Abwärme.“

Google hat erste Maßnahmen zur Abwärmenutzung angekündigt. Entscheidend ist nun, welche Möglichkeiten tatsächlich umgesetzt werden. Genau deshalb brauchen wir eine klare Strategie, damit solche Großinvestitionen möglichst großen Nutzen für den Standort bringen.
Felix Eypeltauer

Landessprecher NEOS-Oberösterreich

Digitale Infrastruktur als Standortfaktor 

Beim Ausbau von Rechenzentren geht es um viel mehr als um ein Gebäude mit Servern und Computern. Österreich muß den Ausbau als Teil einer langfristigen Digital- und Energiestrategie verstehen. „Wir müssen jetzt für die Zukunft denken. Die Welt wird immer moderner, der Alltag immer digitaler. Mit diesem Wandel muss auch unsere Infrastruktur mithalten. Deshalb braucht es jetzt einen klaren Plan. Digitalisierungsstaatssekretär Pröll muss endlich ins Tun kommen, damit Österreich nicht zum Zuschauer der digitalen Entwicklung wird, sondern selbst davon profitiert“, betont NEOS-Digitalisierungssprecherin Ines Holzegger.

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