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Lehre ist mehr als ein Job: Betriebe als Bildungspartner

Warum Lehre Bildung ist und Österreich neue Fachkräfte für die Zukunft schafft

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© NEOS

Mit den Halbjahreszeugnissen im Februar rückt für viele Jugendliche eine zentrale Entscheidung näher: Wie geht es nach der Pflichtschule weiter? Während ein Teil den Weg über eine weiterführende Schule geht, entscheiden sich andere für den direkten Einstieg in eine Lehre. Diese Phase ist ein guter Anlass, um einen Blick darauf zu werfen, was Lehre heute tatsächlich bedeutet und warum sie in Österreich wieder stärker als Bildungsweg wahrgenommen wird.

Lehre wird oft noch zu eng gedacht, für viele als praktische Alternative wenn es mit der Schule nicht klappt. Ein Faktor wird dabei komplett außer Acht gelassen, dass Lehre Bildung ist. Innerbetriebliche und auch in der Berufsschule. So entsteht ein Mix aus Wissen und Anwendung, der nicht nur einen Beruf vermittelt, sondern Kompetenzen aufbaut, die in einer sich wandelnden Wirtschaft entscheidend sind.

Österreich steht mitten in einer Transformation: Digitalisierung, Automatisierung, künstliche Intelligenz, neue Mobilität und die Energiewende verändern Berufe und Branchen. Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften steigt und zwar nicht irgendwann, sondern bereits jetzt. Genau hier zeigt die Lehre ihre Stärke, sie bringt junge Menschen früh in reale Arbeitsprozesse, fördert Problemlösungskompetenz, Teamarbeit und Verantwortungsbewusstsein und macht aus Theorie unmittelbar Praxis.

Für viele Jugendliche ist das ein entscheidender Punkt: Sie lernen am besten, wenn sie sehen, wofür sie lernen. Eine gute Lehre schafft Orientierung, Motivation und Selbstvertrauen, weil Leistung nicht nur in Noten sichtbar wird, sondern in Ergebnissen, die man selbst mitgestaltet. Das macht die Lehre auch für jene attraktiv, deren Potenzial sich nicht immer im klassischen Schulalltag abbildet.

Auch für Unternehmen hat sich die Rolle verändert. Wer heute ausbildet, investiert nicht nur in Nachwuchs, sondern in die Wettbewerbsfähigkeit von morgen. Betriebe werden damit zu Bildungspartnern: Sie vermitteln Know-how, begleiten Entwicklung und sichern gemeinsam mit Berufsschulen jenen Fachkräftenachwuchs, den Österreich für Zukunftsbranchen dringend braucht.

Zusätzlich gewinnen Modelle wie Lehre mit Matura an Bedeutung. Sie zeigen, dass die Entscheidung nicht „entweder Schule oder Beruf“ heißen muss: Berufliche Ausbildung und weiterführende Bildung lassen sich verbinden und eröffnen Wege.

Wer Lehre heute als Bildungsweg versteht, erkennt darin mehr als eine einzelne Berufswahl. Es geht um Chancen, um Aufstiegsmöglichkeiten und um einen zentralen Beitrag zur Sicherung von Fachkräften.

Mehr dazu im Podcast „Klubsachen“ mit Veit Dengler:

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