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Betriebliche Vorsorge

Wie wir mit der 2. Pensionssäule in der Pensionsvorsorge langfristig die Republik sanieren

Ab 1. Jänner 2028 können Angestellte das Opt-in in die neue betriebliche Vorsorge wählen. Denn ein stabiles Pensionssystem kann nicht auf Dauer von fast nur einer Säule getragen werden. Gerade die betriebliche Altersvorsorge könnte viel stärker zu höheren Pensionen beitragen. In Österreich tut sie das bislang zu wenig.

Seit 2003 zahlen Arbeitgeber:innen verpflichtend 1,53 Prozent des Bruttogehalts in betriebliche Vorsorgekassen ein. Rund 22 Milliarden Euro liegen dort heute für fast vier Millionen Anwartschaftsberechtigte. Das Problem: Dieses Geld wird derzeit so konservativ veranlagt, dass real kaum Rendite entsteht. Viel Potenzial bleibt dadurch liegen.

Deshalb soll auch die zweite Säule reformiert werden. Künftig soll jede und jeder Erwerbstätige automatisch Zugang zu einer betrieblichen Zusatzpension bekommen, unabhängig von Branche oder Unternehmensgröße. Gleichzeitig soll das Geld langfristiger und renditeorientierter veranlagt werden können, wenn auf die sofortige Entnahme verzichtet wird. So soll aus einer derzeit schwachen Säule endlich ein echter Beitrag für bessere Pensionen werden.

Die Vorteile im Überblick:

Eine Betriebliche Pension für ALLE Österreicher:innen und nicht nur für 25%

Vorallem für den Mittelstand der das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft ist.

Mehr Nettopension

Wer als Jugendlicher in das neue Produkt wechselt, kann abhängig von der Entwicklung der Kapitalmärkte am Ende 10% mehr Nettopension bekommen oder bei Einmalauszahlung ein halbes Bruttojahresgehalt mehr Abfertigung.

Entscheidung liegt beim Arbeitnehmer bzw. der Arbeitnehmerin

Abfertigung oder Pension? Die Entscheidung liegt einzig und alleine bei den einzelnen Arbeitnehmer:innen – egal für welche Variante man sich entscheidet.

Kaufkraft bleibt erhalten

Der Sicherheitsbedarf liegt darin, dass die Kaufkraft erhalten bleibt. Eine falsch Verstandene Sicherheit in Form der Brutto-Garantie führt aktuell genau zum Gegenteil: die Menschen können wegen der viel zu geringen Renditen ihren Lebensstandard im Alter nicht aufrechterhalten.

"Was machen +/-2% schon aus?"

Der Zinseszinseffekt – ein Rechenbeispiel:

Frau Margaret M. beginnt mit 20 Jahren ihr Erwerbsleben. Sie verdient ein Durchschnittsgehalt von € 55.000. Ihr Arbeitgeber bezahlt 1,53% des Bruttogehaltes – ca. € 60 – in die betriebliche Vorsorgekasse ein. Die Inflation liegt pro Jahr bei 2% und ihr Gehalt und ihre Einzahlungen steigen ebenfalls um 2% p.a.

betriebliche vorsorge zinseszins-beispiel

Flankiert wird das Ganze von einem Paket für ältere Beschäftigte. Betriebe sollen gezielt Informationen und Unterstützung bekommen, etwa zu Förderungen oder altersgerechten Arbeitsplätzen. Ab 2027 sollen dafür jährlich 100 Millionen Euro in wirksame Maßnahmen fließen. Der Grundsatz dahinter ist klar: Unterstützung ja, Bestrafung nein.

Wie machen wir ein System, das zu lange marode war, wieder zukunftsfit? Die Antwort dieser Reform ist klar: mit besseren Anreizen, mehr Ehrlichkeit und einem Pensionssystem, in dem längeres Arbeiten auch wirklich etwas bringt.

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Johannes Gasser NEOS
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