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Humanistische Bildung ist mehr als Latein

Martina von Künsberg Sarre: „Um gut auf das Leben vorbereitet zu sein, brauchen Schülerinnen und Schüler heute andere Kompetenzen als noch vor 200 Jahren.“

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© NEOS

„Humanistische Bildung ist mehr als Latein“, sagt NEOS-Bildungssprecherin Martina von Künsberg Sarre zur Kritik an Bildungsminister Wiederkehrs Vorstoß, den verpflichtenden Lateinunterricht im Gymnasium zu Gunsten neuer wichtiger Fächer minimal zu kürzen. „Das Ziel von humanistischer Bildung sind freie, selbstbestimmte Bürgerinnen und Bürger, die in der Lage sind, die Welt zu verstehen und vernunftgeleitet zu gestalten – und die Voraussetzungen dafür sind heute nun mal gänzlich andere als vor rund 200 Jahren. Daher müssen wir auch die humanistische Bildung und die Lehrpläne im Gymnasium dringend an die Anforderungen unserer Zeit anpassen.“

Und von Künsberg Sarre betont: „Der geäußerte Kritikpunkt – die Schwächung der Literatur – dürfte ein Missverständnis sein: Der Deutschunterricht wird künftig verstärkt auf Gegenwartsliteratur setzen. Die Auseinandersetzung mit aktuellen literarischen Stimmen und Themen wird gefördert. Zugleich bleiben literarische Texte aus unterschiedlichen Epochen, Gattungen und Kulturen zentral, weil sie Lesekompetenz, Sprachentwicklung, Wertevermittlung und Persönlichkeitsbildung nachhaltig fördern. Auch klassische Sprachen und Literatur bleiben weiterhin ein enorm wichtiger Teil des Fächerkanons. Die Schulen sollen lediglich mehr Entscheidungsfreiheit haben und nicht mehr zwölf Stunden Latein verpflichtend anbieten müssen, sondern nur mehr acht. Die Aufregung ist also unbegründet.“

Angesichts von Desinformation, Filterblasen und KI-generierten Inhalten sei das Erlernen von Medienkompetenz schlicht entscheidend, wenn es darum geht, Kindern und Jugendlichen Kritikfähigkeit beizubringen, sagt von Künsberg Sarre. „Wenn man Politik mit Zukunft macht, ist es wesentlich ist, dass wir auch im Bildungsbereich auf die tiefgreifenden gesellschaftlichen und digitalen Veränderungen unserer Zeit gezielt reagieren. Mit der Einführung und Stärkung neuer Fächer wie Informatik, Künstliche Intelligenz sowie Medien und Demokratie werden die Weichen gestellt, um alle Schülerinnen und Schüler gut auf das Leben vorzubereiten.“

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