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Bildungskompass: Mehr Transparenz für eine faire Schulwahl

Der neue Bildungskompass macht erstmals geprüfte Informationen zu Schulen in ganz Österreich zentral und transparent zugänglich.

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© APA Livestream

Mit dem neuen Bildungskompass gibt es ab sofort erstmals eine zentrale Plattform mit geprüften Informationen zu Schulen in ganz Österreich. Familien, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonen erhalten damit einen verständlichen Überblick über das schulische Angebot – unabhängig von persönlichen Kontakten oder Vorwissen über das Bildungssystem. 

Mehr Information, weniger Zufall 

Welche Schule passt zum eigenen Kind? Welche Schwerpunkte und Angebote gibt es? Bisher waren Antworten darauf oft von Empfehlungen, persönlichen Netzwerken oder Zufallsinformationen abhängig. Der Bildungskompass macht diese Informationen nun zentral und qualitätsgesichert zugänglich. 

Zum Start werden unter bildungskompass.gv.at Basisdaten aller Schulen sowie ausgewählte Leistungskennzahlen der Volksschulen veröffentlicht. Dazu zählen unter anderem Schüler- und Klassenzahlen, durchschnittliche Klassengrößen sowie Ergebnisse aus der iKMPLUS. Über eine Landkarte sowie Such- und Filterfunktionen können Schulen nach Bundesland, Gemeinde, Straße oder Schulform gefunden werden.

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Kontext statt Rankings 

Ein zentraler Grundsatz lautet: Transparenz ja, Rankings nein. Leistungsdaten werden nicht isoliert veröffentlicht, sondern in den jeweiligen Kontext eingeordnet. Bei den iKMPLUS-Ergebnissen wird beispielsweise dargestellt, ob eine Volksschule im Vergleich mit Schulen mit ähnlichen Ausgangslagen im unteren, mittleren oder oberen Drittel liegt. Absolute Testergebnisse und Ranglisten werden nicht veröffentlicht. 

Damit wird sichtbar, welche Ergebnisse Schulen unter ihren jeweiligen Rahmenbedingungen erreichen.

Wir wollen sichtbar machen, wo Schulen besonders gute Arbeit leisten, aber auch, wo Unterstützung notwendig ist. Transparenz ist hier ein Werkzeug für mehr Chancengerechtigkeit und für ein Bildungssystem, das besser aus seinen Daten lernt.
Christoph Wiederkehr

Bundesminister für Bildung

Transparenz für mehr Chancengerechtigkeit 

Der Bildungskompass schafft eine gemeinsame Faktenbasis und soll dazu beitragen, dass gute Entscheidungen bei der Schulwahl nicht davon abhängen, wen eine Familie kennt. Gleichzeitig können Schulen ihre pädagogischen Schwerpunkte, Projekte, Leitbilder, besonderen Angebote und Gütesiegel präsentieren. 

Ab dem Schuljahr 2027/28 können Schulen ihr Profil selbst mitgestalten. Die neue Transparenz entsteht dabei gemeinsam mit den Schulen: Sie wurden in die Vorbereitung eingebunden und erhalten die veröffentlichten Daten vorab. Datenschutz und der verantwortungsvolle Umgang mit sensiblen Informationen bleiben zentrale Voraussetzungen. 

Schrittweiser Ausbau 

Zum Start liegt der Fokus auf den Volksschulen. Ab 2027 folgen Informationen zu Schulen der Sekundarstufe I und II. Ergänzt werden unter anderem Angaben zu Ganztagsangeboten, Schulformen, pädagogischen Schwerpunkten, Projekten sowie weiteren Unterstützungsangeboten. 

Auch die Servicefunktionen sollen weiter ausgebaut werden. Künftig sollen etwa Entfernungen, Verkehrswege und öffentliche Verkehrsmittel bei der Suche nach einer passenden Schule berücksichtigt werden. Langfristig sind auch Informationen zu Schulklima und Wohlbefinden vorgesehen. 

Der Bildungskompass ist damit ein wachsendes Serviceangebot für Familien, Schulen und die Öffentlichkeit. Er schafft eine qualitätsgesicherte Datengrundlage und unterstützt einen faktenbasierten Dialog über Schulqualität und Schulentwicklung. 

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