Zukunftsdepot
Der Startpolster für Ausbildung, Wohnen oder Berufseinstieg.
Was ist das Zukunftsdepot?
Ab 1. Jänner 2027 soll jedes in Österreich wohnhafte Kind ein sogenanntes Zukunftsdepot erhalten. Das Zukunftsdepot ist die Umsetzung einer langjährigen NEOS-Idee – Beate Meinl-Reisinger hat sie als Chancenkonto beschrieben.
Das Zukunftsdepot bleibt bis zum 18. Geburtstag gesperrt, die Mittel werden am Kapitalmarkt angelegt. Eltern entscheiden zwischen verschiedenen qualifizierten Produkten und können laufend weitere Mittel einzahlen.
Für ab 2027 neu geborene Kinder zahlt der Staat bei Geburt einen einmaligen 500 Euro “Startbonus” ein. Mit dem 18. Geburtstag kann auf das Konto zugegriffen werden. Die Auszahlung ist KESt-befreit. Ziel ist ein Startpolster für Ausbildung, Wohnen oder den Berufseinstieg – und dass junge Menschen den Kapitalmarkt nicht erst als Erwachsene kennenlernen.
Die Vorteile im Überblick:
500 Euro staatlicher Startbonus ab der Geburt
Für jedes ab 2027 neu geborene Kind mit Wohnsitz in Österreich fließen 500 Euro in dieses persönliche Zukunftsdepot. Die Leistung wird über den Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) finanziert. Wird von den Eltern kein Depot eröffnet, legt der Bund den Betrag vorübergehend an. So geht der Anspruch nicht verloren und das Kind erhält den Betrag zum 18. Geburtstag.
Depot läuft auf den Namen des Kindes
Das Depot gehört dem Kind und bleibt bis zum 18. Geburtstag gesperrt. Banken bieten es kostenlos an. Veranlagt wird in regulierte Wertpapiere (UCITS) mit einer Kostenobergrenze von 0,5 Prozent (TER-CAP). Die konkrete Veranlagung wählen die Eltern.
Bis zu 5.000 Euro pro Jahr KESt-befreite Zuzahlung
Eltern und Dritte können bis zu 5.000 Euro pro Jahr einzahlen. Der gesamte Depotwert ist zum 18. Geburtstag von der Kapitalertragsteuer (KESt) befreit. Das Startkapital und alle Erträge können so über Jahre mitwachsen.
Auch für bereits geborene Kinder
Bereits geborene Kinder unter 18 Jahren können ein Zukunftsdepot ohne die 500 Euro Startbonus eröffnen. Die KESt-Befreiung gilt auch hier.
Finanzbildung von Anfang an
Jugendliche sollen verstehen, wie Anlegen, Risiko und Zinseszins funktionieren, bevor sie mit 18 über das Kapital verfügen. Deshalb ist Finanzbildung ein fester Bestandteil des Modells und wird von uns auch jetzt schon mit der nationalen Finanzbildungsstrategie verstärkt im Bildungsbereich verankert.
"Chancengerechtigkeit muss hart erkämpft werden! Wir setzen uns mit aller Macht dafür ein, dass sich die Menschen aus eigener Kraft wieder etwas aufbauen können."
Beate Meinl-Reisinger, NEOS-Vorsitzende

3 Beispiele:
Beispiel 1:
€ 150 pro Monat
Zum 18. Geburtstag:
- Rendite ø 6,7%
- rund € 63.000 am Konto
- bei Entnahme rund € 8.500 Ersparnis durch Steuerbefreiung
Beispiel 2:
€ 10 pro Monat
Zum 18. Geburtstag:
- Rendite ø 6,7 %
- rund € 21.000 am Konto
- bei Entnahme rund € 2.800 Ersparnis durch Steuerbefreiung
Beispiel 3:
€ 5.000 pro Jahr (= Maximum)
Zum 18. Geburtstag:
- Rendite ø 6,7 %
- rund € 175.000 am Konto
- bei Entnahme rund € 23.700 Ersparnis durch Steuerbefreiung
F.A.Q.
Was passiert, wenn die Eltern kein Depot eröffnen?
Der Anspruch geht nicht verloren. Wird kein Zukunftsdepot eröffnet, legt der Bund die 500 Euro vorübergehend an. Das Kind erhält den entsprechenden Betrag spätestens mit dem 18. Geburtstag.
Wem gehört das Geld?
Das Zukunftsdepot läuft auf den Namen des Kindes. Das Vermögen gehört damit dem Kind und bleibt bis zum 18. Geburtstag gesperrt.
Können Eltern selbst entscheiden, wie investiert wird?
Ja. Eltern können zwischen verschiedenen qualifizierten Produkten wählen. Veranlagt werden kann in regulierte UCITS-Wertpapiere. Gleichzeitig gibt es mit maximal 0,5 Prozent Gesamtkostenquote (TER-CAP) eine klare Kostenobergrenze.
Kostet das Depot etwas?
Die Banken sollen das Zukunftsdepot kostenlos anbieten. Zusätzlich werden die Kosten der darin angebotenen Veranlagungsprodukte begrenzt.
Warum gibt der Staat nicht einfach jedem Kind mit 18 die 500 Euro?
Weil es beim Zukunftsdepot um mehr als einen einmaligen Geldbetrag geht. Die 500 Euro sollen 18 Jahre lang arbeiten können. Gleichzeitig schafft das Depot einen Anreiz für langfristiges Sparen und bietet einen konkreten Anknüpfungspunkt für Finanzbildung.
Was ist die NEOS-Idee dahinter?
Unsere Grundidee ist: Chancen dürfen nicht vom Elternhaus bzw. der sozialen Herkunft abhängen. Das Zukunftsdepot verbindet deshalb Chancengerechtigkeit, Eigenverantwortung, Finanzbildung und langfristigen Vermögensaufbau.
