Europäische Einwanderungsstrategie

Unsere Zuwanderungspolitik kann angesichts des Wandels nicht länger auf eine Politik des Stillstands und des „Weiter so“ setzen. NEOS wollen ein Europa, das in Fragen der Zuwanderung handlungsfähig ist und gezielt qualifizierte Arbeitskräfte anwirbt. Dafür braucht es eine gemeinsame Einwanderungsstrategie und eine Weiterentwicklung der Blue-Card. Hochqualifizierte Fachkräfte, die auf Dauer in Europa bleiben und arbeiten möchten, suchen wir uns mit klaren Kriterien nach dem Vorbild des kanadischen Punktesystems selbst aus.

Auf einer europaweiten Online-Plattform sollen sich potenzielle Zuwander_innen aus Drittstaaten registrieren und Unternehmen gezielt nach Fachkräften suchen können. Dabei werden unterschiedliche Qualifikationen, wie etwa Sprachkenntnisse, Bildungsabschlüsse und Berufserfahrung berücksichtigt. Dadurch werden bürokratische Hürden bei der Beantragung abgebaut und Zugangsregeln zum europäischen Arbeitsmarkt harmonisiert. 

NEOS wollen
  • Ein faires Punktesystem: 
    Um ein System gesteuerter Zuwanderung in Europa zu etablieren, müssen wir auf ein auf Punkte basierendes Kriteriensystem hinarbeiten. Dabei werden nicht nur Qualifikation, Sprachkenntnisse oder Arbeitserfahrung bewertet, sondern auch andere Faktoren, die die gesellschaftliche Entwicklung positiv beeinflussen (z.B. die noch verbleibenden Beitrags- und Arbeitsjahre).
  • Orientierung an Fähigkeiten der Menschen: 
    Wir wollen weg von der starren Systematik, Tätigkeiten in Berufe einzuordnen, hin zu einem System, das an Fähigkeiten orientiert ist - dem sogenannten Skills Matching. Schon jetzt gibt es einen Europäischen Qualifikationsrahmen (EQR), der eine Vergleichbarkeit von in der EU erworbenen Qualifikationen ermöglicht. Dieser muss als Basis für die Anerkennung von in Drittstaaten absolvierten Ausbildungen dienen.
  • Ein nachfrageorientiertes Online-System schaffen: 
    Wir fordern die Einführung einer europaweiten Online-Plattform. Auf dieser können sich nationale Arbeitsmarktbehörden und Unternehmen registrieren. Sie geben an, um welchen Job es sich handelt und welches Qualifikationsniveau die gesuchten Arbeitskräfte besitzen müssen. Gleichzeitig können sich auch jene Menschen, die in die EU einwandern wollen, registrieren. Daraus entsteht ein Pool aus potenziellen Arbeitskräften, aus dem sich Unternehmen die für sie geeignetsten Kandidat_innen auswählen können.
  • Eine Karte für alle: Förderung der innereuropäischen Mobilität: 
    Derzeit setzen die Mitgliedstaaten die Blue-Card unterschiedlich um. Durch einheitliche Zugangskriterien, die auf einem einheitlichen Punktesystem basieren, schaffen wir Ungleichheiten ab. Gebühren sowie Wartezeiten auf Auskunft über einen möglichen Arbeitsmarktzugang werden harmonisiert.
  • Übergänge zu nationalen Aufenthaltstiteln erleichtern: 
    Hat jemand einen europäischen Aufenthaltstitel erworben, muss es möglich sein, nach Ablauf dieser Zeit einen nationalen Aufenthaltstitel im Mitgliedstaat, in dem eine Beschäftigung ausgeübt wurde (oder einem anderen, sofern ein Jobangebot vorliegt), beantragen zu können (unter Einbeziehung bereits im EU-Mitgliedstaat erworbener Arbeitserfahrung, Sprachkenntnisse oder anderen Qualifikationen).
  • Entbürokratisierung: 
    Durch die Schaffung einer Online-Plattform werden bürokratische Hürden bei der Beantragung abgebaut. Das Prinzip One-Stop-Shop (also eine einzige Stelle für alle bürokratischen Vorgänge, die für eine Einwanderung nötig sind) wird dadurch umgesetzt.

Bleibe informiert!

Du möchtest näher dran sein und öfter erfahren, was NEOS aktuell macht? Dann trag dich hier für den NEOSletter ein.