Zuversichtspaket für Österreich

25. May 2020

Zuversichtspaket für Österreich: Mit Vertrauen, Optimismus und
Planbarkeit aus der Krise

Um eine Abwärtsspirale der Wirtschaft zu verhindern muss die Regierung nicht nur ihre Rhetorik ändern – sondern ein handfestes Zuversichtspaket schnüren. Dieses Paket soll nach vorne schauen, Unternehmerinnen und Unternehmer, aber auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Vertrauen in die Zukunft geben und gleichzeitig durch gezielte nachhaltige Investitionen Schwunggeber für eine schwächelnde Wirtschaft sein.

Ziel muss es sein, die Wirtschaft nachhaltig anzukurbeln, den dringend notwendigen Konsum zu fördern und die Unternehmerinnen und Unternehmer möglichst viel finanziellen und gestalterischen Freiraum zu ermöglichen.

Unternehmerische Freiheit erhöhen

Viele Unternehmerinnen und Unternehmer haben kreative Wege in der Krise gefunden, um ihr Geschäft zumindest in Ansätzen weiterlaufen zu lassen. Niemand ist gerne von staatlicher Unterstützung abhängig. Diese Initiativen müssen wir unterstützen – unternehmerisches Denken und unternehmerischer Erfolg sind der Kern der Wirtschaftsleistung unseres Landes. Unternehmerisches Denken sichert und schafft neue Arbeitsplätze. Eine Gewerbeordnung, die unterstützt und nicht bremst, muss in Angriff genommen werden.

Arbeitsplätze schaffen – Investitionen erleichtern

Lohnnebenkosten senken

Der private Konsum macht fast die Hälfte des Wirtschaftswachstums aus. Ohne Konsum kein unternehmerischer Erfolg und auch keine sich erholende Wirtschaft. Die dringend notwendige Senkung der Lohnnebenkosten ist ein Aufbruchssignal, das sowohl Unternehmern als auch Arbeitnehmern Vertrauen in die Zukunft gibt und hilft, den Konsum wieder anzukurbeln.

KÖSt auf nicht entnommene Gewinne befristet abschaffen

Eigenkapital ist der Antikörper der unternehmerischen Krise. Überbrückungskredite waren notwendig – verringern aber die Eigenkapitalquote in Unternehmen. Eine hohe Eigenkapitalquote ist aber nicht nur aus unternehmerischen Gründen wichtig, ein hohes Eigenkapital macht Unternehmerinnen und Unternehmer grundsätzlich zuversichtlicher. 
Eine befristete Abschaffung (für zwei bis drei Jahre) der KÖSt auf nicht entnommene Gewinne hat unmittelbar wenig Auswirkungen, da die Gewinne noch gering sein werden. Es wird aber der richtige Anreiz gesetzt, Gewinne nicht zu entnehmen (dann erst sind sie ja erst Einnahmen), sondern im Unternehmen zu lassen und wieder zu investieren. Durch die Befristung werden Unternehmerinnen und Unternehmer motiviert, etwaige Investitionen vorzuziehen.

Steuerzahlerinnen und Steuerzahler entlasten

Pauschale für Homeoffice

Viele Menschen arbeiten derzeit von zu Hause aus. Wir schlagen vor, dass für die Zeit der Krise eine Homeoffice-Pauschale in Höhe von 100 Euro pro Monat als Werbungskosten eingeführt wird, unabhängig davon, ob die Arbeit am Küchentisch oder im eigenen Arbeitszimmer erledigt wird.

Tarifreform zur Gänze vorziehen

Die seit Jahren notwendige Senkung der Steuerlast muss noch in diesem Jahr umgesetzt werden und damit vorgezogen werden –die Einkommensteuertarife der unteren drei Steuerstufen sollen gesenkt werden.

Öffentliche Investitionen als Schwunggeber für die Wirtschaft

Solche Maßnahmen zur Konjunkturstabilisierung müssen jedenfalls langfristige Ziele verfolgen. Solche Investitionen müssen klug durchdacht sein, nachhaltige Ziele verfolgen und neben dem Klimaschutz vor allem die Bereiche Digitalisierung, Bildung & Kinderbetreuung sowie Ökologisierung betreffen. Im Rahmen dieser Investitionen müssen auch die Gemeinden mitgedacht werden, die durch die Corona-Krise mit hohen Einnahmenausfällen zu kämpfen haben. Öffentliche Investitionen tragen am schnellsten dazu bei, den Rückgang an privater Nachfrage zu kompensieren. Das angekündigte Schulausbaupaket ist ein erster Schritt, muss aber vor allem in Hinblick auf den Ausbau der Digitalisierung im Schulbereich. Im Bereich der Ökologisierung sollte beispielsweise in den Ausbau von E- Ladestationen und den Ausbau von Solar-Panelen investiert werden.

Europa – nur gemeinsam werden wir durch die Krise kommen

Österreichs Unternehmen kennen keine nationalen Grenzen mehr – sie brauchen den europäischen Markt und offene Grenzen. Ein Exportland wie Österreich ist darauf angewiesen, dass der Binnenmarkt funktioniert. An gemeinsamen europäischen Wirtschaftshilfen, die mehr sind als nur Minimalkompromisse führt kein Weg vorbei. Mutige, ambitionierte Lösungen und Ideen für die Zukunft braucht es jetzt, Europa muss zusammenstehen.

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