Klarheit auch für Schüler und Eltern

07. April 2020

Eine positive Vision für die Gesellschaft und Wirtschaft nach der Coronakrise ist jetzt wichtig.

Wir sind in einer schwierigen Zeit, in der wir politisch in Österreich zusammen stehen – Auch Regierung und Parlament um gemeinsam rasch und gut aus der Krise zu kommen. Es muss ein Schulterschluss auf Augenhöhe sein. Wir haben der Regierung viel Macht gegeben, aber keinen Blankoscheck. Die Regierung ist in der Verantwortung sorgsam damit umzugehen, für rechtliche Klarheit, Nachvollziehbarkeit und Rechtsstaatlichkeit zu sorgen. Gesundheit geht vor, aber der Kampf für Gesundheit darf nicht dazu führen, dass Gesellschaft oder Wirtschaft kollabieren. Gute Politik hat die Balance zu finden und zwischen Gesundheit, Gesellschaft und Wirtschaft ein UND zu setzen.

Wir appellieren daran, jetzt für die Zeit nach der Coronakrise eine Vision zu entwickeln. Für NEOS ist diese eine freie, offene und vernetzte Gesellschaft und Wirtschaft, stärker aufgestellt und resilienter und mit Chancen für alle Menschen und Kinder: „Machen wir die Augen zu und denken uns in die Zeit danach: Wenn am Ende unsere Wirtschaft kaputt ist, Massenarbeitslosigkeit herrscht und wir massive Verluste in unserem Wohlstand als Gesellschaft als Ganzes sehen, dann zerstört das ebenso unser Gesundheitssystem. Wir fordern deshalb stets eine gesamthafte Betrachtung ein, die neben der Entwicklung im Gesundheitssystem oder bei den Fallzahlen bei Corona im engeren Sinn auch auf das Gesundheitssystem im weiteren Sinn schaut und auch Arbeitslosigkeit, psychische Auswirkungen, Existenzängste und Insolvenzen im Blick behält.“

Eine Strategie um gut aus der Krise zu kommen, müsse daher 5 Komponenten beinhalten: 

  • Den Kampf für die Stabilisierung des Gesundheitssystems
  • Den Kampf für die Bewahrung der liberalen und offenen Gesellschaft
  • Den Kampf zur Stabilisierung der Wirtschaft
  • Der Kampf dafür, dass wir in der Krise und auch in Zukunft kein Kind zurück lassen und die Chancen der Digitalisierung endlich nutzen
  • Europa stärken statt schwächen! Nationale Alleingänge in der Gesundheit dürfen nicht zulasten der Solidarität und des Binnenmarkts gehen

Der Shut Down im März war richtig, die Fallzahlen würden zeigen, dass die Menschen in Österreich sehr gewissenhaft die Maßnahmen verfolgt hätten. Jetzt ist es wichtig den Menschen eine Perspektive zu geben. Dazu braucht es eine Strategie und viele kleine Schritte. Viele Schritte der Bundesregierung sind gut. Wir haben das meiste mitgetragen im Vertrauen darauf, dass unsere Anregungen und Sorgen und Erfahrungen aus der Praxis aufgenommen werden. Ein Schulterschluss darf keine Einbahnstraße sein. Da geht es aber nicht um uns, sondern darum, dass gerade dann, wenn schnelle Entscheidungen getroffen werden, mehr Augen, mehr Köpfe und mehr Praxiserfahrung - zum Beispiel was Wirtschaft oder Schulen betrifft - zu besseren Entscheidungen führen.

Der Weg aus der Krise geht nur mit Perspektive und Plan, auch für Schüler_innen und Eltern

Wir brauchen jetzt eine Perspektive auch für die Schülerinnen und Schüler und Eltern. Die Krise darf nicht dazu führen, dass wir 100 Jahre zurück katapultiert werden in eine Zeit, in der die, die sich Home Schooling auch leisten können, ihre Kinder unterstützen und fördern und die anderen aufgegeben werden. Die Schulen müssen jetzt die Erfahrungen aufnehmen und eine Verbesserung in die Wege leiten. Über die Osterferien muss ein Plan erarbeitet werden, wie die Betreuung und der Unterricht in Zeiten der langsam anfahrenden Wirtschaft wieder stufenweise hochgefahren werden können. Wir stehen hier zur Verfügung zusammen mit dem Bildungsministerium einen entsprechenden Plan zu erarbeiten um am Ende ein besseres Bildungssystem für alle Kinder zu erreichen.

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