Wir setzen unser Vertrauen in die Impfung

Zum Impfstart: NEOS mit Anfragen an die Bundesregierung

28. Dezember 2020

Wir freuen uns sehr, dass am Sonntag die ersten Menschen in Österreich die Corona-Impfung erhalten haben...

Wir freuen uns sehr, dass am Sonntag die ersten Menschen in Österreich die Corona-Impfung erhalten haben. Es ist ganz klar, dass die Impfung ein wichtiger Schritt in der Bekämpfung der Pandemie ist. Jetzt gilt es allerdings, auch rasch sicherzustellen, dass die breite Masse Zugang zum Impfstoff bekommen kann, nämlich bis zum Sommer, wie es die Regierung in ihren Pressekonferenzen auch seit Monaten verspricht.

Die Impfstrategie für die österreichische Bevölkerung muss jetzt strukturiert und vor allem nachvollziehbar ablaufen. Die Impfung soll für Sicherheit und Zuversicht in der Bevölkerung sorgen, dafür brauchen wir jetzt einen nachvollziehbaren Impfplan für 2021. Die Regierung hat in den letzten Monaten immer wieder versprochen, dass bis Sommer 2021 auch genügend Impfstoff für die breite Masse zur Verfügung stehen werde. Das muss jetzt auch gewährleistet werden. Die Impfstrategie muss die neuen Informationen rund um die Zulassungen, sowie die Lieferungen der weiteren Impfstoffvarianten berücksichtigen.  Der Plan, den die Regierung vor Wochen vorgelegt hat, muss aktualisiert werden.

Parlamentarische Anfrage

Wir werden zum Impfplan daher auch parlamentarische Anfragen an die Bundesregierung stellen. Denn nur wenn die Menschen wissen, was genau auf sie zukommt, also wann, wo und wie sie geimpft werden, kann die Impfung eine hohe Akzeptanz bekommen. Genau diese Details wollen wir mit den Anfragen klären. Es ist wichtig zu wissen, wann welche Menge an Impfstoff geliefert und wie vorgegangen wird, wenn einzelne Produkte die Marktzulassung nicht zeitgerecht schaffen. Ein großes Pharmaunternehmen hat etwa erst vor kurzem bekanntgegeben, dass es die zweite Phase der Impfstoffentwicklung neu beginnen muss. Der Impfstoff aus diesem Haus wird daher frühestens im 4. Quartal 2021 zugelassen werden. Würde es beispielsweise auch bei AstraZeneca zu Verzögerungen kommen, hätte das umfangreiche Folgen für die Impfstrategie in Österreich. Die Regierung muss einen Plan haben, wie dann vorgegangen und die Versorgung trotzdem sichergestellt wird.

Ganz zentral ist hier eine offene und ehrliche Kommunikation seitens der Regierung auf Augenhöhe, nicht auf dem Niveau eines erst vorschulreifen Babyelefanten. Das Jahr 2021 werde daran gemessen werden, ob die Regierung es schafft, den Menschen in Österreich Sicherheit rund um die Impfung zu geben. Bis viele geimpft worden sind, wird es weit in das Jahr 2021 hinein dauern, die Regierung darf dabei deshalb auch die anderen Maßnahmen nicht außer Acht lassen und muss die Bevölkerung über einen Impfplan informieren. Auch wie das Leben mit dem Virus 2021 aussehen wird, bis breitflächig geimpft werden kann, muss daher nachvollziehbar sein. Denn ein Lockdown nach dem anderen ist keine nachhaltige Lösung.

Wir setzen unser Vertrauen in die Impfung

Wir haben Vertrauen in die Impfung, fordern aber gerade deshalb umfangreiche Informationsangebote, um bei den Menschen in Österreich auch Vertrauen in die Impfung zu schaffen. Wir vertrauen in die Wissenschaft, die Kontrollen der Impfstoffe werden in der EU im internationalen Vergleich wohl am genauesten durchgeführt. Deshalb müssen jetzt alle im Sinne einer nationalen Impfallianz zusammenarbeiten und die Impfbereitschaft in Österreich erhöhen. Die Bedenken der Menschen müssen ernst genommen werden, indem ein ehrliches und transparent erstelltes Informationsangebot auf Augenhöhe Antworten auf die Fragen und Sorgen der Bürger liefert.