Öffnungsperspektive für einen Neustart Österreich – wie kann es weiter gehen?

26. Februar 2021

Wir haben eine Öffnungsperspektive für einen Neustart Österreich erarbeitet.

Sicher durch die Krise kommen

Österreich ist nicht gut durch diese Krise gekommen, weder gesundheitlich noch wirtschaftlich. Die Bundesregierung hat den Sommer verschlafen und es verabsäumt, Vorbereitungen für den Herbst zu treffen. Es gibt nach wie vor keine ausreichende Datenlage und auch die Risikogruppen sind zu wenig geschützt worden.

Die dritte Welle ist bereits in Österreich angekommen, doch wir sind überzeugt, dass wir es schaffen können - wenn wir den Druck mit entsprechenden Tests, Isolierungen und regionalen Maßnahmen hochhalten. Wir müssen Möglichkeiten entwickeln, wie wir mit dem Virus leben können, ohne dieser Auf-Zu-Auf-Zu-Politik der Bundesregierung. Denn der Schlüssel zum Erfolg heißt: testen, testen, testen!

Unsere Öffnungsperspektive

Wir fordern ab Anfang März weitere Öffnungsschritte aus dem Lockdown. Beginnen soll das am 6. März mit der Öffnung von Kultur- und Sportveranstaltungen sowie am Montag darauf mit den Unis. Am 13. März sollen die Schanigärten folgen, am 20. März die Beherbergungsbetriebe und am 27. März dann die Gastronomie. Eine "rote Linie" sehen wir bei einer 7-Tages-Inzidenz von 200, allerdings nur bei den Über-75-Jährigen.

Gemeinsam mit den Schanigärten am 13. März wollen wir auch den Amateur- und Breitensport im Freien (ohne Wettkämpfe) wieder starten. Verknüpft werden müssten all diese Schritte mit einer Testpflicht und Sicherheitskonzepten sowie nur 50 Prozent Auslastung. Es ist besser, die Menschen treffen sich getestet in einem Restaurant als ungetestet zuhause.

Als "rote Linie", ab der es zu keinen weiteren Öffnungsschritten mehr kommen darf, sehen wir einen Anstieg der Infektionen vor allem bei der älteren Bevölkerung: Wenn eine 7-Tages-Inzidenz von 200 bei den Über-75-Jährigen erreicht werden sollte, dann braucht es vielmehr weitere Maßnahmen. Denn es gilt nach wie vor die Krankenhäuser und Intensivstationen zu entlasten. Die Wahrscheinlichkeit, dass Unter-30-Jährige auf eine Intensivstation kommt, ist jedoch sehr gering.

Es gibt kein Leben ohne Risiko. Diese "Zero-Covid-Strategie" ist absolut nicht machbar, sondern wir pochen seit dem ersten Tag auf eine gewisse Balance.

Impfen Impfen Impfen

Je mehr Menschen in Österreich geimpft sind, desto sicherer können wir öffnen. Und es ist nicht nur die Quantität, sondern wir müssen die Richtigen impfen.

Doch in Österreich haben wir das Problem, dass viel zu langsam geimpft wird und in vielen Bundesländern noch die falsche Zielgruppe und nicht vor allem die Hochrisikogruppen. Bereits im Jänner haben wir mehrfach darauf hingewiesen, dass der Empfehlung des nationalen Impfgremiums gefolgt werden muss. Leider hat der Gesundheitsminister Rudi Anschober diese Verantwortung schnell an die Bundesländer abgeschoben. Jetzt zeigen sich eklatante Unterschiede in den Ländern und das, obwohl es Anfang des Jahres geheißen hat, dass alle über 80 jährige im Jänner die Möglichkeit einer Impfung bekommen werden.

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